Die Vögel haben uns früh aus den Federn geholt und so waren wir schon bald abreisefertig. Wir verabschiedeten uns von Heidi und Michael und schon ging es über Schnellstraßen und Autobahn in Richtung Potenza.

Kurz hinter dem Ort sind wir auf die SP 7 abgebogen. Schnell erreichten wir etwa 900 Höhenmeter und hatten einen fantastischen Blick hinunter ins Tal. Die Straße war nur für 40 km/h max ausgewiesen, so verringerte sich das Risiko in Schlaglöcher zu geraten und es blieb Zeit die Landschaft zu genießen. Hier war alles saftig grün und über lange Strecken fuhren wir durch Wälder.

Überrascht waren wir vom Anblick von Tricárico. Ab hier war dann mehr Verkehr auf der Straße. Fast das ganze Stück Straße war nach Matera ausgeschildert, so dass uns die Orientierung leicht fiel.

In Matera selber fuhren wir von Westen her auf eine moderne, wenig ansprechende Stadt zu und uns kamen schon Zweifel, ob sich das für uns lohnt. Weiter in der Innenstadt fanden wir plötzlich einen Hinweis zu einem Wohnmobil-Parkplatz. Dort wollte gerade ein anderes wegfahren und wir bekamen schnell noch ein paar Tipps und ihr Parkticket.

An zu merken bleibt noch, dass es hier über 30° warm, nicht das Idealste für einen Stadtbummel. Mit dem Plan erreichten wir den oberen Rand der Altstadt und hatten von mehreren Balkonen einen schönen Blick.

Einige Treppen hinab befand sich ein nettes Lokal, wo gerade ein Fensterplatz frei geworden war. Da das Essen gut und preislich nicht überzogen war, waren wir rundum zufrieden und setzten unseren Stadtbummel fort.


Die Hitze lud förmlich zu einer Begehung von Kellergewölben an. Die sind alle in den Tuffstein gehauen, wie der Ursprung des Ortes in Höhlen liegt, die mit den Jahrhunderten immer mehr ausgebaut, bzw. überbaut wurden. Wir schauten in einige Kirchen, kauften getrocknete Paprika und bestauntes das besondere Brot der Region. Ich könnte noch von so manchem erzählen, was dann zu Hause im Film zu sehen sein wird.

Diese Stippvisite hat sich gelohnt. Von Matera sind wir noch am selben Nachmittag bei Bari an die Küste gefahren, was per Autobahn kein Problem darstellte.