Heute Nachmittag habe ich einen Ausflug alleine in die Berge unternommen. Ich bin von Goldrain aus nach Süden ins Martelltal abgebogen. Ich startete bei 728 m üNN und warf noch einen Blick auf Schloss Annenberg. (s. Titelbild)

Am Ortsausgang steht rechts die Kapelle St. Anna und dahinter ein in Privatbesitz befindlicher mittelalterlicher Würfel. Weiter aufwärts erreichte ich Morter und etwas versteckt die St. Vigiliuskirche mit einem Bild an der Außenwand. Es soll eines der ältesten sakralen noch erhaltenen Bauwerke im Vinschgau sein.

Links oberhalb des Ortes befinden sich Burg Obermontani & Burgkapelle St. Stephan. Außerhalb des Ortes befindet sich ein Parkplatz und Schilder für Wege, die zu den beiden Zielen führen. Das Tal steigt in mehreren Stufen an. In den flacheren Teilen liegen Ortschaften. Bei Burgaun hatte ich 1200 Höhenmeter erreicht. Oberhalb der Serpentinen hat man einen schönen Blick hinunter auf Goldrain.

Immer wieder sind Abschnitte mit 9% Steigung zu überwinden. Mit mehreren Trinkpausen (Wasser) und gleichmäßigem Tempo ging das eigentlich recht gut. Nur das Aufsteigen nach dem Fotografieren bei 9% waren eine Herausforderung, bei dem Verkehr hier hinauf musste ich strikt am rechten Rand bleiben. Als dann bei etwa 1500 Metern ein Schild auf einen Tunnel hinwies, dachte ich mir, dass hier der Punkt gekommen ist, umzukehren.

Wer nun denkt, der Rest ist doch nun kein Problem, der täuscht sich gewaltig. Das Gewicht des Fahrrads und mein eigenes die 9% hinunter zu bremsen ist mindestens so anstrengend wie das hinauf fahren. Nur dass man in den Beinen viel mehr Kraft entfalten kann wie in den Händen. Mit heißen Bremsen bin ich dann auch heil angekommen. Es könnte sein, dass ich neue Bremsscheiben benötige, nächste Woche, zu Hause in Crailsheim.



































































