Bevor der Modellbauer an die Arbeit macht, sollte er ein paar Minuten darauf verschwenden auf das, was dort einmal umgeschlagen werden soll. Vor vielen Jahren wurden hier Tiere zum Schlachthof verladen. Ich erinnere mich auch noch, dass in Crailsheim Zirkustiere (gedeckte Güterwagen) hier verladen wurden. Vor einigen Jahren wurde hier auch viel Sturmholz nach Österreich verladen (Rungenwagen),

Einfachstvariante, das Gleis liegt im Sand und fängt an zu zu wachsen. Einen Gleisabschluss nur nicht vergessen, da reicht aber auch ein Kieshaufen.
Gestern wurde bei uns Schotter vom Güterwagen mittels Bagger auf LKW´s verladen. Mehrmals konnte ich beobachten, wie ein Ganzzug mit Sand hier ankam und entladen wurde. Aber nicht immer werden die Schüttgüter gleich abtransportiert. Manches mal liegt ein Schotterhaufen längere Zeit neben dem Gleis. Auch kann ich mich daran erinnern, wie ich geholfen habe Kohlen mit einem Förderband auf den LKW zu laden, teilweise wurden sie vor Ort eingesackt und gewogen. Im Moment liegen auch noch Schienen im Bereich der Ladestraße, die in Zusammenhang mit Baumaßnahmen hier gelandet sind.

Dieses Gleis ist zweiseitig nutzbar. Das Fabrikgebäude könnte man auch als Hintergrund nur 5 cm tief ausführen und dafür mit der Rückseite das Gebäude ums Doppelte verlängern.
Während der 60er Jahre bekam die Fa. Taxis Dämm-Materialien geliefert, die dann ins nahe Lager gebracht wurden, dass lässt sich auch noch auf andere Baustoffe ausdehnen. Seltener sieht man hier Tankwagen, aber Dünger müsste man auch entladen können. Stoffe, die durch ihre eigene Schwerkraft fließen, dazu kommen auf Pulver, die mit einem kleinen Kompressor aus dem Wagen geblasen werden. Flüssigkeiten wie zum Beispiel Heizöl brauchen einen Sicherheitsbereich, eine betonierte Wanne oder ähnlichem, Schläuche und vielleicht eine Pumpstation.

Manchmal wird die Ladestraße auch mit einem Ladekran kombiniert, um schwere Güter anzuheben. Auf neueren Anlagen wird man dagegen eher einen Kran für das Umschlagen von Containern in Erwägung ziehen. Wenn das immer noch zu wenig Betrieb ist, dann nehmen Sie doch einfach an, die nahe Autobahn wäre durch einen Erdrutsch für Wochen gesperrt und die Bahn müsste für einen Teil des Verkehrs einspringen, von Lebensmittel, Kühlwaren, Haushaltswaren, Möbel, Elektroartikel und, und, und …

OK, jetzt haben Sie eine Vorstellung, was verladen werden soll. Als nächstes kommt die Auswahl der Güterwagen, die dazu gebraucht werden und eine Lok. Eigentlich recht eine kleine Rangierlok, digitalisiert, um gute Langsamfahreigenschaften zu besitzen, Sound ist ganz nett, nervt aber mit der Zeit. In der modernen Zeit, ist oft keine Rangierlok mehr verfügbar, so hat in Crailsheim auch schon mal eine Gravita das rangieren übernommen.
Was jetzt noch? Firmenpläne mit den Import- und Exportgütern, eine Wagenkarte für jeden einzelnen und eine Wagenlaufkarte, damit der Zugführer auch weiß, wo was hin soll. Ob das nötig ist? Nein, aber so macht es richtig Spaß. Das habe ich aber schon mal erklärt: Hier zum Nachlesen https://trippelh.home.blog/2020/02/25/algodones-paperwork/
Eine faszinierende kleine Welt. Das ist ja schon ein richtiger Logistikprozess bei dem der Materialfluss von dem Anfang bis zum Ende durchgetaktet ist. Wirklich sehr schön und inspirierend.
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