Wir sind zuerst nach Akrata zum namensgleichen Campingplatz gefahren. Hier war noch ziemlich Betrieb, wir bekamen aber noch einen Platz, nur leider ohne Internet. Am nächsten Tag sind wir nach Patras zu den Fährschaltern gefahren. Entgegen unseren Erwartungen und was man uns erzählt hat, waren die Fährverbindungen schon ziemlich ausgebucht.

Scheinbar fahren viele wie wir Ende Oktober nach Hause. Für den nächsten Tag waren noch 6 Meter nach Bari vorhanden und nach telefonischer Rücksprache wurden wir mit unseren 7, 20m dafür vorgesehen. So war es dann auch, mit einem Schuhlöffel rutschten wir in die Lücke hinter den Schornstein.

Bei schönem Wetter und 28° fuhren wir los, aber schon zum Abendbrot war es ein kleines Kunststück die Tabletts sicher auf dem Tisch ab zu stellen. Es hat uns dennoch gut geschmeckt und wir waren früh müde, nur die Bewegungen und die Geräusche des Schiffes verhinderten, dass wir einschlafen konnten.

Gegen 2 Uhr ließ das Geschaukel nach und wir schliefen doch noch eine Weile. Morgens weckte uns eine Lautsprecher-Durchsage, dass das Restaurant geöffnet hat. Also auf und runter, denn bald darauf kam Bari in Sicht. Im Hafen fuhren wir dann gut eine halbe Stunde rückwärts an den Kai und dann tat sich lange gar nichts. Dann rollten die ersten Fahrzeuge aus dem unteren Deck, aber oben bei uns bewegte sich vorerst gar nichts. Wir saßen oben an einem Fenster und beobachteten wie sich langsam das Knäul auflöste. Gut 2 Stunden nach dem Anlegen hatte unser Wohnmobil wieder festen Boden unter dem Rädern.

Zum Glück hatten wir uns für heute nur eine kurze Strecke vorgenommen, denn bald wurden die Wolken immer dunkler und es schüttete. Plötzlich waren es nur noch 16°. Eine kurze Regenpause ermöglichte es mir die Aufnahmen von der Saline zu machen. Kurz vor Fieste aßen wir noch etwas (Gudrun wurde vom Kellner mit einem Schirm abgeholt) und nach dem Bezahlen kamen die ersten Sonnenstrahlen heraus. Jetzt sind wir in Vieste und hoffen auf ein paar sonnige und warme Tage.
