Berlin – Gärten der Welt

Wir haben den Tipp bekommen, uns die „Gärten der Welt“ anzusehen. Außerdem bedient das Gelände eine Seilbahn von der man einen interessanten Blick auf die umgebenden Siedlungen im Nordosten von Berlin hat.

Ausgerüstet mit einer Fahrradkarte für Berlin fanden wir schnell heraus, dass von unserem Quartier in Köpenick ein Fahrradweg entlang der Wuhle bis zum Gartengelände führt. Es ist nur ein Bächlein, das teilweise ausgetrocknet war, es fehlt auch hier seit langem der Regen.

Dieser Streifen führt über 10 km zwischen Siedlungen hindurch und wird stark genutzt, nicht nur von Menschen, auch von Wildschweinen und dem Biber, wie wir erkennen konnten. Wir fuhren die östliche Station der Seilbahn an. Von dort ging es auf einen sich auf 102m üNN erhebenden Berg von dem wir den 12 km entfernten Fernsehturm gut sehen konnten.

Nachdem wir uns die Anlage von oben angesehen hatten, gingen wir zurück zur Seilbahn, um uns hinab zum Eingang der „Gärten der Welt“ bringen zu lassen. Hauptbestandteil sind natürlich die Themengärten, die von der Renaissance über den Englischen Garten bis zu denen aus Japan, Korea und Griechenland reichten.

Im Spätsommer kann man ja nicht mehr mit all zu viel Blüten rechnen. Doch die Dahlien waren eine Pracht und auch der Rosengarten war noch voll in Blüte. Sonst fielen noch die Hortensien und die Astern auf. Die einzelnen Gärten verteilten sich über eine größere Fläche, so dass wir dankbar für das gastronomische Angebot waren, dass zu unserer Überraschung von guter Qualität und nicht überteuert war.

Irgend wann waren unsere Füße müde und wir bestiegen die Seilbahn, die uns zu unseren Fahrrädern zurück brachte. Der Rückweg ging dann flott vonstatten, da wir den Weg ja schon kannten.

Berlin – Köpenick

Nachdem wir noch eine Fahrradtour entlang des Schwielow-Sees gemacht hatten und dabei eine Sanddorn-Manufaktur entdeckt und besichtigt hatten, verließen wir kurz vor 12 Uhr das Himmelreich. Von unserem Navi zielsicher geleitet umfuhren wir Berlin auf der A 100, um im Köpenicker Hof unseren neuen Standplatz aufzuschlagen.

Da es erst mitten am Nachmittag war, packten wir unsere Fahrräder aus und kurvten ziellos durch Köpenick. Die Wege führten mal an der Spree, mal an der Damme entlang. Auf dem Wasser war überall viel Verkehr, ebenso auf den Fahrrad- und Fußwegen. Das Rathaus leuchtete in der Sonne und eine Boulespielerin bückte sich davor, um eine Kugel zu werfen.

Im Zentrum befinden sich etliche kleine nette Läden, wo wir gutes Brot bekamen. Nicht weit davon entfernt lud uns ein Gartenlokal zu einer Pause ein.Die Atmosphäre war angenehm, es gab viel zu schauen, nur die Berliner „Kindl“ Weiße fand nicht so unseren Gefallen.

Heute haben wir einen Besuch unternommen und waren auf dem Weg dorthin was für tolle Wälder es doch mitten in Berlin gibt und alle gut erschlossen durch Wander- und Radwege. Wir trafen auch viele Menschen hier, dafür kaum wilde Tiere. Ein paar Vögel waren die Ausnahme. – Dagegen spricht der Hinweis der Stellplatz-Besitzer, dass man nachts keine Schuhe vor dem Wohnwagen bzw. Wohnmobil stehen lassen soll, die würden die Füchse wegschleppen. Ob es irgend wo eine Tauschbörse gibt: Tausche Schuhe gegen Hühnchen?

Dreirad-Varianten

Eine der nettesten Dreiräder hat wohl die Mangelwirtschaft in Cuba hervor gebracht. Es darf nicht viel kosten, alles muss möglichst im eigenen Land verfügbar sein und muss günstig im Unterhalt sein. So was bekommt dann den cubanischen TÜV-Stempel und bewährt sich täglich im Straßengetümmel von Havanna. Im Reiseführer steht, dass man auf das Gefährt aus Sicherheitsbedenken nicht benutzen soll. Das mag seine Berechtigung haben, aber wer in einer Seifenkiste den Buckel runter fährt, frägt auch nicht nach dem Airback. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht. Das zweite Bild hat man mir geschickt. Das flotte Mietfahrzeug für die kurzen Strecken ist der Schlager in Uruguay.

Polizei L-A

Nicht weit davon entfernt, im Bruderstaat USA fanden wir dann dieses Gefährt. Das fällt dann wohl unter Trumps Grenz-Sicherheits-Ausrüstung. Nein, ich will nicht über die Polizei spotten, mit denen bin ich in den USA immer gut ausgekommen, und das Gefährt ist wendig und bewährt sich in seinem Einsatzbereich ausgezeichnet.

Bleiben wir noch einen Moment in den USA. Autoliebhaber ist die Route 66 ja ein muss. Wer ausgefallene Fahrzeuge und noch ausgefallenere Personen finden will, der muss die Old Route 66 abfahren. Da stand vor einem Bikerladen dieses Gefährt, man muss einfach mit der Zeit gehen. Als Einsitzer, vermutlich mit E-Antrieb wird er wohl im Einsatz zwischen Starbuck und McDonald sein. Eigentlich gehört hier ja noch ein auf Hochglanz getiltes Trike hin, aber für die habe ich ein eigenes Post im Hinterkopf.

IGA Berlin 2017

Machen wir einen Sprung auf die IGA in Berlin. Ein wenig schimmert noch die APE durch, sonst ist das ein Zwitter zwischen Dragster und Funcar. Eher erwartet man so ein Gefährt an der Cote d´Azur oder in Indonesien, aber die Zeiten ändern sich in Berlin, Berlin ist eine Welthauptstadt und zeigt es auch.

T-Rex

Den Höhepunkt fand ich, Sie werden es kaum glauben, in Hannover. Hier hat man einen schon ausgestorbenen Dionosaurier zum Leben erweckt. Ein absoluter Hingucker, vor allem wenn der Besitzer mit dem Lenkrad unter dem Arm in sein Vehikel krabbelt, sein Lenkrad einsetzt und mit deutlich mehr Akustik als nötig sich in den Verkehr einreiht. Da soll noch mal jemand sagen: Ein Dreirad ist nicht IN.